Johannes
- svenjaknisel
- vor 2 Tagen
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Einen Tag nach der Armutskonferenz in St. Virgil, am 30.04. gegen 9Uhr morgens ist Johannes aus Linz verstorben. Für viele überraschend, für manche, die wussten, dass es ihm gesundheitlich sehr schlecht ging, nicht. Nichtsdestotrotz, schockiert ist man auf jeden Fall.

Ein sehr religiöser Mensch, kam aus gutem Hause, genoss eine ausgezeichnete theologische Ausbildung und arbeitete jahrelang als Pastoralassistent. Seine religiöse Überzeugung, in Armut und Bescheidenheit zu leben, führte auch dazu, dass er für die Kupfermuckn als Straßenzeitungsverkäufer arbeitete. Stets davon überzeugt, den vom Alltag gehetzten Menschen in seiner stillen Art einen Moment der Nachdenklichkeit zu vermitteln, wenn er ohne Schuhbekleidung, unter allen Witterungsbedingungen mit der Kupfermuckn Zeitung an seinen Plätzen stand. Unbestritten als fleißiger Autor, hat Johannes über die menschlichen Unzulänglichkeiten, aber auch über die erlebten kleinen Freuden und Aufmerksamkeiten in seinen Artikeln geschrieben.Der Weg zur Gerechtigkeit war stets sein Credo. Dafür engagierte er sich bei der Plattform Sichtbar Werden. Die Suche nach Erkenntnis führte ihn auf seinen Pilgerreisen, allesamt zu Fuß!!!, durch viele Länder. Besonders wichtig war für Johannes das Netzwerk des Lebens: "Die Schöpfung". Wie sein Vorbild Franz von Assisi war er sich bewusst, dass alles mit allem verbunden ist; dass jedes Lebewesen seine Berechtigung zur Existenz besitzt und man ihm mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen hat. Dieses Bekenntnis hat ihn, trotz bewusster materieller Armut zu einem "reichen" Mann werden lassen.




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